1 HerrenVerdienter Sieg mit Luft nach oben
 
Es war angerichtet, das Rückspiel zwischen der ersten Herrenmannschaft des TSV Schloß Neuhaus und der Reserve der SG Handball Detmold. 
Nach einer bitteren Finalniederlage im Pokal am Wochenende zuvor gegen den verdienten Sieger und Ligakonkurrenten TSV Oerlinghausen hieß es am Sonntagabend unter Beweis zu stellen, dass man das Spielgerät durchaus kontrolliert bewegen kann und sich nicht in eine Negativspirale ziehen lässt. Dazu kam, dass man vorgewarnt war, da das Hinspiel in Detmold ein schweres Stück Arbeit war und erst nach langer Gegenwehr zum doppelten Punktgewinn für die Schloßherren führte.
 
Die Voraussetzungen waren gut, die Bank war voll und auf allen Positionen doppelt besetzt, während beim Gast das Auswechselkontingent deutlich dezimiert aussah. Man musste nur auf die Langzeitverletzten verzichten, die sich nach diversen Operationen zum Glück fast alle wieder auf dem Weg der Besserung befinden und in den nächsten Wochen voraussichtlich wieder zum Ball greifen können. Lediglich auf der Torhüterposition musste improvisiert werden und hinter Mattis Lippe mal wieder Lorenz Schäfer die Schuhe schnüren. 
 
Ein weiteres erfreuliches Ereignis konnte man gleich in der Startformation beobachten, es kam zum nächsten Debüt, auf der Mittelposition im Verein und der  Mannschaft, herzlich Willkommen Dario Esser. 
Das war es dann aber auch erstmal mit den guten Nachrichten. Mit Anpfiff durch den alleinigen Kämpfer im Unparteiischen Trikot, Markus Schneider, schlichen sich alte Probleme in das Spiel des TSV ein. Es gelang nicht, die zuvor angesprochene, langsame Spielweise der Gegner in der eigenen Abwehr zu unterbinden, geschweige denn zu kontrollieren. Im Angriff zeigte sich ein weiteres mal, dass Einzelaktionen enorm wichtig für das Spiel und die Torausbeute sind, als einziges Mittel aber deutlich zu wenig. So ist es einigen guten Aktionen von Dominik Schuster auf der halb linken Position zu verdanken dass nach zehn Minuten, dem Zeitpunkt der ersten Auszeit durch Coach Michael Steffan, der Anschluss beim Spielstand 3:6 noch gehalten werden konnte. Die Gäste machten ihre Sache bis dorthin  gut, verschleppten das Spiel im Angriff und trafen nach 3 Minuten zum ersten Mal aus dem Rückraum, bauten dann langsam aber stetig die Führung aus und zwangen somit die Neuhäuser zum oben erwähnten taktischen Mittel.
In der Auszeit wurde die Formation etwas verändert und auch an den Rest der Mannschaft appelliert die löchrige Deckung der Detmolder zu attackieren und Lücken für die Nebenmänner zu reißen, ähnlich wie Christoph Schulte dies bereits tat. Dass dies nicht sofort umgesetzt werden konnte zeigte sich dann im Spielverlauf, Dominik netzte zum vierten und letzten Mal ein, zum Spielstand von 4:6, die Gegner liesen sich aber nicht beirren und zogen ihr langsames Spiel weiterhin durch. Hierbei musste man die Gegentore hauptsächlich durch teils überraschende und gut platzierte Würfe aus dem Rückraum hinnehmen und geriet erstmals mit vier Toren beim Stand von 4:8 nach 13 gespielten Minuten deutlich ins Hintertreffen. Dieser Vorsprung hielt bis zur 20. Minute ehe eine weitere Umstellung und die Einwechslungen, unteranderem von Felix Czaja, endlich Wirkung zeigte, der zum 8:11 verkürzte. Zuvor waren die Neuhäuser schon deutlich besser ins Spiel gekommen, die Defensivreihe agierte nun etwas offensiver und deutlich aggressiver, zwang den Detmolder Angriff dadurch häufiger zu technischen Fehlern oder Verzweiflungswürfen die durch Mattis Lippe entschärft wurden. In der Offensive lief der Ball nun deutlich flüssiger durch die eigenen Reihen und es wurden gute Chancen heraus gespielt, man scheiterte lediglich am gegnerischen Torwart, ob frei von den Außenpositionen, vom 7m Strich oder aus guten Wurfpositionen aus dem Rückraum. Die konsequente Aufholjagd konnte beginnen, der Rückstand wurde Tor um Tor verkürzt ehe der Detmolder Coach sich gezwungen sah, seinerseits die grüne Karte beim Kampfgericht einzureichen, Spielstand 10:11 nach 25 Minuten. Dass die Spielunterbrechung von der Heimmannschaft besser genutzt wurde zeigte sich in den verbleibenden 5 Minuten, es gelang nicht nur der Ausgleich durch den fliegenden Linkshänder, Richard Claus, man konnte vor der Pause sogar noch mit 12:11 durch Nils Lippe in Führung gehen, Pausenstand. Kernstück dieser Aufholjagd war die Abwehr, die das letzte Tor der Detmolder in der 18. Minute hinnehmen musste, danach aber sehr gute Arbeit leistete.
 
Die Halbzeitansprache war kurz, knapp und für alle verständlich. Weiter vorne in die Lücken stoßen, konsequent die Chancen verwerten und dem Torhüter nicht zum Helden machen, weiterhin die Abwehr stärken und dadurch den Gästen den Zahn ziehen. 
 
Und es scheint gewirkt zu haben. Die Herren vom Schloß gingen nach der Pause weiterhin diszipliniert zu Werke, und spielten sich nach 10 Minuten in der zweiten Halbzeit erstmals eine fünf Tore Führung heraus, vollendet durch Julian Schmidt zum Stand von 19:14. Das Spiel wirkte jetzt deutlich geordneter, die Abwehr stand stabil und der Angriff, geführt von Tim Prior oder Fabian Brinkmann auf der Mittelposition, agierte planmäßiger und durchdachter. 
Wer jetzt dachte, der Drops sei gelutscht hatte sich jedoch getäuscht, es wurde nochmal spannend.
Die Gastgeber, mit dem vermeintlichen Sieg im Kopf, ließen die Zügel etwas locker und ermöglichten den Gästen leichte Ballgewinne und daraus resultierende schnelle Tore, die Folge war der Spielstand von 25:24 in der 54. Minute. Dass dies das letzte Gegentor war, dass man zuließ konnte auch eine Auszeit der Gäste kurz vor Ende nicht verhindern. Den Schlußpunkt setzte dann in der 57. Minute Routinier Dirk Schröder zum Endstand von 27:24. 
 
Dass dies kein schönes Spiel wird, war von Anfang an zu erwarten, dass man jedoch zwanzig Minuten brauchen würde um halbwegs ins Spiel zu finden scheint dann doch etwas überraschend. Leider hat man sich so selbst den Sieg schwerer gemacht als nötig, kam danach jedoch über eine geschlossene Mannschaftsleistung zum Erfolg und gewinnt verdient zwei Punkte in eigener Halle, die Team Building Einheit unter der Woche scheint sich gelohnt zu haben.
 
Es liegt nun in der eigenen Verantwortung die nächsten Spiele erfolgreich zu bestreiten und so das selbst gesetzte Saisonziel zu erreichen und weiterhin viel Spaß beim gemeinsamen Handballspiel zu haben.
 
Es spielten: Mattis Lippe (Tor), Lorenz Schäfer (Tor), Dario Esser, Tim Prior, Julian Schmidt (1), Dirk Schröder (2), Christoph Schulte (2), Janis Sigle (3), Fabian Brinkmann (2), Richard Claus (3), Dominik Schuster (4), Nils Lippe (4), Felix Czaja (6)

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